Graphische Benutzeroberflächen unter Linux
Zum Thema
Ob Windows, Unix oder Mac, ein zeitgemäßer Arbeitsplatzrechner muß heute eine graphische Benutzeroberfläche unterstützen. Das System der Wahl für Linux ist das 'X Window System', kurz 'X11' oder 'X' genannt, meist in Gestalt der frei verfügbaren Implementierung 'XFree86'. Aber war da nicht noch mehr? Was ist mit XFree86 3 versus XFree86 4, mit CDE, KDE, GNOME, Qt, Gtk, Tk, Motif und wie sie alle heißen? Und was soll man denn nun benutzen?
In diesem Vortrag wird ausgehend von den Grundbegriffen erklärt, aus welchen Bestandteilen sich die graphische Arbeitsumgebung auf einem Linux-Rechner zusammensetzt und wie diese ineinandergreifen. Es wird versucht, ein bißchen Ordnung in das Wirrwarr der verschiedenen Graphik- und Desktopumgebungen zu bringen und anzuschauen, wo die Stärken und Schwächen des X11-Konzepts liegen. Zum Abschluß werden auch noch interessante alternative Ansätze wie Berlin oder NextStep/OpenStep kurz vorgestellt.
Der Vortrag richtet sich vor allem an Linux-Einsteiger und -Interessierte, die einen ideologiefreien Überblick über die Standard-Graphikumgebung von Linux bekommen möchten.
Zum Vortragenden
Anselm Lingnau arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Informatik der Universität Frankfurt. Als Linux-Benutzer seit Kernel 0.99.12 interessiert ihn Linux zum Programmieren und in verschiedenen Bereichen wie Desktop-Publishing, MIDI-Musik und Amateurastronomie. (Kernel-Hackerei überläßt er gerne anderen.) Sein ganzer Stolz ist seine Pinguin-Sammlung, die schon lange existiert hat, bevor der Pinguin zum Linux-Maskottchen erklärt wurde.
